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A1: Sechsspuriger Ausbau wird zeitsparend und qualitativ hochwertig umgesetzt

News   •   Jun 15, 2021 16:00 CEST

Copyright: Autobahn Westfalen

Die Autobahn Westfalen hat den Verkehr zwischen Lohne/Dinklage und Holdorf in eine so genannte 4+0-Verkehrsführung umgelegt. Der gesamte Verkehr wird in diesem Abschnitt auf eine Fahrbahnseite gelenkt, um die andere Seite für Baumaßnahmen freizuhalten. Der Ausbau der A1 nimmt damit Fahrt auf. Die Autobahn Westfalen investiert rund 600 Millionen Euro, um 30 Kilometer Autobahn zwischen Lohne/Dinklage und Bramsche bis zum Frühjahr 2025 von vier auf sechs Fahrspuren auszubauen.

Schnelleres Bauen durch Funktionsbauvertrag
Dafür hatte sie den Auftrag Anfang des Jahres an die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) A1 Dammer Berge vergeben. Diese hat sich im Rahmen eines so genannten Funktionsbauvertrags verpflichtet, die Strecke innerhalb von viereinhalb Jahren auszubauen und über einen Zeitraum von 30 Jahren zu erhalten. Der Betrieb der Strecke wie Winterdienst oder Gehölzschnitt bleibt jedoch weiterhin in der Verantwortung der Autobahn Westfalen. „Wir haben das Ziel, Baumaßnahmen zeitsparend und effektiv umzusetzen, damit wir den Verkehrsteilnehmern die Autobahnen schnellstmöglich wieder in vollem Umfang zur Verfügung stellen können. Funktionsbauverträge schaffen die Möglichkeit, Projekte zügig umzusetzen, indem Anreize für schnelleres Bauen geschaffen werden“, so Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH.

Krenz hatte sich heute bei einem Vor-Ort-Termin gemeinsam mit Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Niederlassung Westfalen, und Lutz Hoffmann (Technischer Direktionsleiter STRABAG) und Ralf Hafner (Geschäftsführer Bunte Bauunternehmung) über den Fortschritt auf der Baustelle informiert, die partnerschaftlich von Autobahn GmbH und dem Zusammenschluss der Bauunternehmen Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG und Strabag AG als Mitglieder der ARGE A1 Dammer Berge durchgeführt wird.

Zeitsparende Arbeiten in vier Phasen und fünf Bauabschnitten
Das Ausbauprojekt besteht aus vier Bauphasen und fünf Bauabschnitten. Aktuell haben in der ersten Phase die Bauabschnitte eins, drei und fünf in Fahrtrichtung Osnabrück zeitsparend fast gleichzeitig begonnen. Beton- und Asphaltfräsen, Bagger und Muldenkipper sind zwischen Lohne/Dinklage und Holdorf aktuell im Dauereinsatz, um den alten Bestand auszubauen, auf dem nahegelegenen Brech- und Mischplatz aufzubereiten und wieder zu verwerten.

Im Anschluss daran startet im Frühjahr 2022 Phase zwei mit den Bauabschnitten zwei und vier, die Mitte 2023 beendet sein werden. Danach ist die Richtungsfahrbahn Osnabrück fertig und die Arbeiten starten auf der anderen Seite Richtung Bremen. Die Phase drei dauert bis Mitte 2024 und beinhaltet Arbeiten an den Bauabschnitten eins und zwei und an den Bauabschnitten vier und fünf, bevor Phase vier anschließt und Ende des ersten Quartals 2025 abgeschlossen sein wird.

„Die Autobahn Westfalen macht dabei genaue Zeitvorgaben, damit den Verkehrsteilnehmern so schnell wie möglich eine störungsfreie Strecke zur Verfügung gestellt werden kann. Der Auftragnehmer trägt die Verantwortung dafür, dass die Qualität des Bauwerks nachhaltig ist und alle Regel- und Qualitätsansprüche der Autobahn Westfalen erfüllt werden“, erklärt Sauerwein-Braksiek. Themen wie Sicherheit, Umwelt und Lärmschutz stehen dabei im Fokus.

Entlastungsstrecken lassen Verkehr fließen
In jeder Bauphase gibt es Bauabschnitte ohne Bautätigkeiten, die als Entlastungsstrecken dienen und in denen der Verkehr wie gewohnt fließen kann. Während der gesamten Baumaßnahme stehen den Verkehrsteilnehmern pro Fahrtrichtung immer zwei verengte Fahrspuren zur Verfügung. Sollten größere Eingriffe nötig sein, werden diese nachts oder am Wochenende ausgeführt. Der Auftragnehmer ist während der Bauzeit für den verkehrssicheren Zustand der Strecke verantwortlich.

In Spitzenzeiten 250 Mitarbeiter im Einsatz
Damit der Zeitplan eingehalten werden kann, sind in Spitzenzeiten 250 Mitarbeiter im Außen- und Innendienst auf der Baustelle im Einsatz. Die alte Fahrbahn muss komplett ausgebaut werden, bevor sie von 30 auf 36 Meter verbreitert werden kann.

14 Brücken, zwei Überführungen und zwei Behelfsbrücken müssen neu gebaut werden, 18 Brücken werden saniert, sechs Regenrückhaltebecken neu angelegt, Lärmschutzwände- und Wälle entstehen auf einer Länge von sechs Kilometern. 100 Kilometer Schutzplanken und Betonschutzwände werden entlang der Strecke installiert.

Zehn Hektar Ausgleichsfläche müssen noch geschaffen werden, 16 wurden bereits vor Beginn des Ausbaus in Form von Anpflanzungen, Gewässern und Extensivierungen angelegt. Durch diese vorgezogenen Maßnahmen wurden bereits vor dem Ausbau verschiedenen Vogelarten alternative Brutmöglichkeiten angeboten.

Lückenschluss für durchgängige Sechsstreifigkeit
Die A1 ist Teil der Hansalinie und damit Teil des transeuropäischen Fernstraßennetzes. Der aktuelle Ausbau schließt die letzte Lücke einer durchgehenden Sechsstreifigkeit zwischen Lotte/Osnabrück und der Ahlhorner Heide. Das Verkehrsaufkommen liegt bei rund 77.400 Fahrzeugen täglich. Der Schwerlastanteil beträgt ca. 19 Prozent. Aus diesem Grund sind eine durchgängige Aufrechterhaltung des Verkehrs sowie zeitsparende Maßnahmen von hoher Bedeutung.

Quelle: Pressemitteilung Die Autobahn GmbH des Bundes