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Spezialtiefbauarbeiten für den Neubau „Roots“ mit 18 Geschossen in der Hamburger HafenCity

News   •   Dez 14, 2020 11:50 CET

Exponierte Lage am Wasser: Herausforderung für Tiefbauarbeiten (Copyright: Garbe)

+++ ZÜBLIN Spezialtiefbau realisiert gemeinsam mit dem ARGE-Partner EGGERS Tiefbau die Baugrube für das höchste Holzhochhaus Deutschlands +++

Die Gründungsarbeiten für den Neubau „Roots“ in der Hamburger HafenCity sind gestartet. Mit einer Höhe von rund 65 m und 18 Geschossen soll das Gebäude, in das u. a. eine Dauerausstellung der Deutschen Wildtier Stiftung einziehen wird, das höchste Holzhochhaus Deutschlands werden. Die Gründung sowie die Errichtung des Unter- und Erdgeschosses sowie die Erschließungskerne des Hochhauses werden in Stahlbetonbauweise geplant. Die Obergeschosse werden mit Massivholzdecken und ebensolchen Innenwänden errichtet.

Die Garbe Immobilien-Projekte GmbH hat die ZÜBLIN-Direktion Spezialtiefbau, Bereich Nord-West, in einer ARGE mit der EGGERS Tiefbau GmbH beauftragt. „ZÜBLIN Spezialtiefbau hat uns bereits in der Planungsphase bei der technischen und wirtschaftlichen Optimierung der Pfahlgründung und der Baugrube sinnvoll unterstützt und so einen wertvollen Beitrag zu unserem Projekt geleistet,“ betont Tobias Hertwig, Geschäftsführer Garbe Immobilien-Projekte.

Der Auftrag beinhaltet die Gründung des Gebäudes auf bis zu 18 m tiefen Ortbetonpfählen sowie den Bau einer rückverankerten Bohrpfahlwand im Bereich der anliegenden Lucy-Borchard-Straße. Die restlichen Verbauseiten der Baugrube werden geböscht hergestellt. „Wir freuen uns sehr, Teil dieses innovativen Bauprojekts in Hamburg sein zu dürfen und sind überaus motiviert, die Baurarbeiten weiter voranzutreiben,“ kommentiert Lars von zur Gathen, technischer Bereichsleiter der ZÜBLIN Spezialtiefbau, den Baubeginn.

Baugrund mit Hindernissen
Aufgrund der Lage des Baufelds auf der vorspringenden Kaianlage des Baakenhafens müssen diverse Bestandshindernisse im Baugrund beachtet werden. So gilt es, nicht nur die Bohrpfähle in den Ankergassen der bestehenden Kajenwand einzubringen, sondern auch die Überreste einer alten Kajenwand zu berücksichtigen. „Im Baugrund sind zahlreiche alte Stahlanker zu finden, die wir planmäßig durchörtern werden“ erklärt Philipp Schloßmann, Bauleiter im Bereich Nord-West der Direktion Spezialtiefbau, „Zu diesem Zweck werden wir im ersten Schritt eine Hindernissondierung durchführen.“

Die exponierte Lage am Wasser bietet noch eine weitere Herausforderung: Da die Sturmflutsaison bereits in vollem Gange ist, muss der Hochwasserschutz bis auf ein Niveau von 5,50 m über Normalhöhennull sichergestellt werden. Bevor das Team Anfang 2021 in die Intensivbauphase startet, erfolgen noch weitere vorbereitende Maßnahmen: Es werden Probepfähle in den Boden eingebracht und eine Pfahlprobebelastung durchgeführt. „Auf Basis der Ergebnisse können wir gegebenenfalls Optimierungen vornehmen“, so Schloßmann.

Die Übergabe der Baugrube ist für Ende Juni 2021 geplant.