Newsroom Ed. Züblin AG / STRABAG AG

EN
Newsroom Ed. Züblin AG / STRABAG AG folgen

STRABAG baut in Dinslaken Deutschlands ersten luftreinigenden Kreisverkehr

Pressemitteilung   •   Sep 07, 2020 13:45 CEST

Deutschlands ersten Kreisverkehr mit schadstoffminderndem ClAir® Asphalt hat STRABAG in Dinslaken gebaut. Bildnachweis: STRABAG AG / Timo Lutz Werbefotografie, www.timo-lutz.de
  • Stadt am Niederrhein setzt als dritte NRW-Kommune auf ClAir® Asphalt im Kampf gegen Luftschadstoffe
  • Augustastraße erhielt dauerhaft schadstoff- und lärmmindernden Straßenbelag der STRABAG AG
  • Innovatives Abstreumaterial baut unter Einwirkung von UV-Strahlung in der Luft gebundene Stickoxide ab

Dinslaken hat Deutschlands ersten Kreisverkehr mit Luftreinigungsfunktion: Als dritte Kommune in NRW setzt die Stadt am Niederrhein für einen verbesserten Klimaschutz auf den schadstoffmindernden ClAir® (Clean Air) Asphalt der STRABAG AG. Im Zuge der Kanal- und Straßensanierung auf einem rd. 650 m langen Teilstück der viel befahrenen Augustastraße hat der STRABAG-Bereich Rhein-Ruhr Ende August die photokatalytische Asphaltdeckschicht eingebaut. Die innenstadtnahe Hauptverkehrsachse verfügt damit nun zwischen der Einmündung Elisabeth-/Industriestraße und der Kreuzung zur Katharinenstraße (einschließlich Kreisverkehr) über einen Straßenbelag mit dauerhaft luftreinigender und zudem lärmmindernder Funktion.

Das für ClAir® Asphalt eingesetzte Abstreumaterial aus mit Titandioxid (TiO2) versetztem, ultrahochfestem Beton (UHPC) baut unter Einwirkung von UV-Strahlung (Sonnenlicht) in der Luft gebundene Stickoxide (NOx) ab und wandelt diese in unschädliche Nitrate um (Photokatalyse). Es wird über ein vom STRABAG-Kompetenzzentrum TPA GmbH entwickeltes, innovatives Einbauverfahren direkt und nachhaltig in die heiße Asphaltoberfläche eingebunden. In Dinslaken wurden auf einer Fläche von 6.600 m2 insgesamt rd. 8.600 kg des ClAir® Asphalt-Granulats verbaut.

Zeichen für innovativen Klimaschutz

Die Konzentration des giftigen Stickstoffdioxids (NO2) überschreitet an den Verkehrsknotenpunkten vieler deutscher Städte den erlaubten EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Dinslakens Bürgermeister Dr. Michael Heidinger erklärte: „An der Augustastraße wurde dieser Grenzwert zwar nicht erreicht; dennoch möchte die Stadt Dinslaken den klimafreundlichen Mehrwert von ClAir® Asphalt nutzen, um unser Streben nach innovativem Klimaschutz weiter voranzubringen.“ Nach ersten ClAir® Asphalt-Pilotprojekten ab Frühjahr 2019 baut eine stetig wachsende Zahl deutscher Kommunen im Kampf gegen Luftschadstoffe auf den innovativen Lösungsansatz der STRABAG AG, darunter zuletzt unter anderem Aachen, Erlangen und Oberhausen.

Stickstoffdioxid-Konzentration sinkt um bis zu 26 Prozent

Die TPA GmbH hat den luftreinigenden Asphalt gemeinsam mit neun Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft im vom Bund geförderten Forschungsprojekt NaHiTAs (Nachhaltiger HighTech-Asphalt, 7/2015–12/2018) entwickelt. In Feldversuchen ermittelten die Projektpartner, dass der schadstoffmindernde Belag die Stickstoffdioxid (NO2)-Konzentration in der Luft über den Prozess der Photokatalyse unter Idealbedingungen um bis zu 26 % reduzieren kann. Der Photokatalysator TiO2 wird dabei nicht verbraucht, sondern bleibt dauerhaft und funktionsfähig in der Straßenoberfläche erhalten. Darüber hinaus trägt ClAir® Asphalt spürbar zur Lärmminderung bei, wie Messungen auf der Pilotstrecke „Am Neckartor" in Stuttgart belegen. Danach hat sich der Lärmpegel bei 40 km/h nach dem Einbau um 1 bis 2 dB(A) verringert, was in der akustischen Wahrnehmung einer Abnahme des Verkehrsaufkommens um bis zu 35 % entspricht.

Die Erfolgsgeschichte der STRABAG AG, Köln, begann im Jahr 1923. Heute gehört das Unternehmen zum Konzernverbund der österreichischen STRABAG SE und fungiert in Deutschland als Muttergesellschaft der deutschen STRABAG-Konzerngesellschaften. Als deutsche Marktführerin im Verkehrswegebau erwirtschaftet das Unternehmen in diesem Geschäftsfeld eine Jahresleistung von mehr als 2,9 Mrd. €. Täglich setzen sich rund 12.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkehrswegebau dafür ein, erstklassige Bauleistungen zu erbringen, die weit über den klassischen Straßenbau hinausgehen. Dabei setzt die STRABAG AG auf die Digitalisierung ihrer Arbeitsprozesse und bildet in ihren Einheiten die gesamte Wertschöpfungskette im Bau von Infrastrukturanlagen ab: von der digitalen Planung über die Baustoffgewinnung und -produktion, den Bau der Projekte bis hin zur Wartung und Unterhaltung durch eigene Straßenbetriebsdienste. Weitere Informationen unter www.strabag.de

Angehängte Dateien

PDF-Dokument