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Straßenbau: Innovatives Einbau-Verfahren auf BASt-Areal erfolgreich getestet

Pressemitteilung   •   Jun 02, 2017 14:10 CEST

Forschungsprojekt OBAS: erfolgreicher Demonstrationseinbau mit STRABAG-Innovationsfertiger (Copyright: Thomas L. Fischer)
  • Höhere Verkehrssicherheit: Frühzeitige Einbindung des Abstreumaterials macht Asphaltstraßen dauerhaft griffig
  • STRABAG-Kompetenzzentrum TPA GmbH, TH Köln und TU Darmstadt erforschen Optimierung der Oberflächengestaltung von Asphalt-Verkehrsflächen (OBAS)
  • Demonstrationseinbau in Köln zum Projekt-Abschluss

Innovation im Straßenbau: Bei einem Testeinbau auf dem neuen Demonstrations-, Untersuchungs- und Referenzareal der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Köln präsentierten das Kompetenzzentrum TPA der STRABAG-Gruppe und seine Projekt-Partner am 1.6. ein zukunftsträchtiges Einbau-Verfahren, mit dem sich Asphaltdeckschichten nachhaltig griffiger und damit verkehrssicherer als bisher realisieren lassen. Schlüssel zum Erfolg ist dabei die systematisch frühere Einbindung des Abstreumaterials im Straßenbau-Prozess.

Im Zuge des Forschungsprojekts OBAS („Optimierung der Oberflächengestaltung von Verkehrsflächen in Asphaltbauweise“) hat die TPA gemeinsam mit der TH Köln und der TU Darmstadt die innovative Methode zur Verbesserung der Straßenbau-Praxis erforscht und realisiert. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), vertreten durch die BASt, fördert das Projekt seit Januar 2014 aus Mitteln des „Nationalen Innovationsprogramms Straße“. Bei dem Demonstrationseinbau vor dem Projektabschluss (30.6.2017) kam der mit neu konzipierten Komponenten bestückte Innovationsfertiger der STRABAG zum Einsatz, den ein eingespieltes STRABAG-Team aus Bad Hersfeld bediente. „Der Versuch sollte zeigen, dass ein verbreitetes Problem beim Asphaltstraßenbau mit einem modifizierten Einbau-Verfahren nachhaltig gelöst werden kann“, sagte Martin Muschalla, Projektleiter der TPA, Gruppe PSS.

Loses Abstreumaterial birgt Gefahren
Die heute beim Asphalteinbau überwiegend angewandten Abstumpfungsmaßnahmen haben den Nachteil, dass das Abstreumaterial frühestens nach dem ersten Walzengang hinter dem Fertiger eingewalzt wird. Folge: Es besteht die Gefahr, dass nicht alle Gesteinskörner mit der erforderlichen Haftung in die Asphaltdeckschicht eingearbeitet werden. Dies kann die Qualität der Straßenoberfläche beeinträchtigen; lose Gesteinskörner erhöhen die Unfallgefahr und können Schäden an Fahrzeugen verursachen. Dieses Problem lässt sich vermeiden, indem das Abstreumaterial bereits unmittelbar während des Asphalteinbaus durch den Straßenfertiger in den Prozess eingebunden wird, weil an dieser Stelle die Deckschicht noch ausreichend heiß und der Verdichtungsvorgang noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Dafür hat das Forschungsprojekt OBAS nun eine praxistaugliche Lösung gefunden.

Innovationsbunker sichert zeitgleichen Einbau
Um den gleichzeitigen Einbau von Abstreumaterial und Asphalt zu ermöglichen, haben TPA, STRABAG und die Baumaschinen-Tochter der STRABAG-Gruppe BMTI für den Fertiger gemeinsam einen Innovationsbunker mit Förderschnecke und Förderband konstruiert, der darüber hinaus ein Logistikproblem löst: Für die laufende Materialversorgung mit Asphalt (Beschicker) und Abstreumaterial (Radlader) muss der Einbauprozess nicht unterbrochen werden. Weil der Bunker vollständig thermoisoliert ist, werden qualitätsmindernde Temperaturverluste deutlich reduziert. Durch integrierte Sensoren lässt sich zudem die Mischgut-Temperatur während des gesamten Einbauprozesses in Echtzeit überwachen und dokumentieren.

Gleichmäßig griffige Asphaltdeckschichten
Das Ziel, gleichmäßig und dauerhaft griffige Straßenoberflächen in höchster Einbauqualität prozesssicher herzustellen, ist mit den Erkenntnissen und Innovationen des Forschungsprojekts OBAS ein großes Stück näher gerückt. „Dreieinhalb Jahre Forschungsarbeit haben sich gelohnt: Der Innovationsbunker ist ein Fortschritt für die Straßenbaupraxis. Sein flächendeckender Einsatz könnte die Qualität der Asphaltdeckschichten erhöhen. Mit der Unterstützung eines innovativen Auftraggebers ließe sich noch in diesem Jahr eine Maßnahme in der Baupraxis umsetzen“, bilanzierte Martin Muschalla.

Die Erfolgsgeschichte der STRABAG AG, Köln, begann im Jahr 1923. Heute gehört das Unternehmen zum Konzernverbund der österreichischen STRABAG SE und erwirtschaftet als Marktführerin im deutschen Verkehrswegebau eine Jahresleistung von mehr als 4 Mrd. €. Täglich setzen sich mehr als 11.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbei­ter dafür ein, erstklassige Bauleistungen zu erbringen, die weit über den klassischen Straßenbau hinausgehen. Dabei setzt die STRABAG AG auf die Digitalisierung ihrer Arbeitsprozesse und bildet in ihren Einheiten die gesamte Wertschöpfungskette im Bau von Infrastrukturanlagen ab: von der digitalen Planung über die Baustoffge­winnung und -produktion, den Bau der Projekte bis hin zur Wartung und Unterhaltung durch eigene Straßenbetriebsdienste. Weitere Informationen unter www.strabag.de

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