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ZÜBLIN und BAM Deutschland realisieren in ARGE den Neubau der JVA Willich I

Pressemitteilung   •   Okt 21, 2020 11:01 CEST

Die Visualisierung zeigt die Struktur des JVA-Geländes in Willich nach Errichtung der geplanten Neubauten. Planungsmodell/copyright: Ed. Züblin AG
  • Auftrag vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW im Volumen eines niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrags
  • Neue Haftanstalt für geschlossenen Männervollzug ersetzt die mehr als 100 Jahre alten Bestandsgebäude
  • Mehrteiliges Bauvorhaben in zwei Bauabschnitten soll nach rd. fünf Jahren abgeschlossen werden

Eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) der STRABAG-Tochter ZÜBLIN und der BAM Deutschland AG errichtet als Generalunternehmen den grundlegenden Neubau der Justizvollzugsanstalt Willich I. Der Auftrag des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW, Niederlassung Münster, hat das Volumen eines niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrags. Geplant nach modernen Standards des Strafvollzugs ersetzt der Neubau die veralteten, teils baufälligen Bestandsbauten aus den Jahren 1900 bis 1905, die größtenteils bereits im Vorfeld abgerissen wurden. Mit einer deutlichen Kapazitätserweiterung von derzeit 400 auf 768 Haftplätze für männliche Gefangene trägt das Bauvorhaben zudem dem entsprechend gestiegenen Platzbedarf am JVA-Standort in Willich-Anrath Rechnung. Das umfangreiche Projekt mit einer Bruttogeschossfläche von 63.661 m2 umfasst die Errichtung von zwei Hafthäusern, einem Mehrzweckgebäude, einem Werkstattgebäude mit Turnhalle, einem Sportplatz, Verbindungsgängen sowie einem Parkplatz. Die Realisierung erstreckt sich über einen Zeitraum von rund fünf Jahren und gliedert sich in zwei zeitlich voneinander getrennte Bauabschnitte. Im November des laufenden Jahres beginnt die ARGE mit den Bauarbeiten; die Fertigstellung ist für Ende 2025 geplant.

Historischer Baustil modern interpretiert

Unter anderem mit gedeckten Satteldächern, Vollklinker-Fassaden und Panoptiken in den Zellentrakten greift der Neubau architektonisch den Baustil des beginnenden 20 Jahrhunderts wieder auf. Auf dem Haftanstaltsgelände ergänzt die JVA Willich I die angrenzende, 2009 neu gebaute JVA Willich II für weibliche Strafgefangene und das zeitgleich neu errichtete, gemeinsame Pfortengebäude. Ebenfalls bereits erneuert wurde die Umwehrungsmauer rund um die beiden Justizvollzugsanstalten.

Haftbetrieb wird ohne Sicherheitseinschränkungen fortgesetzt

Die notwendige Zweiteilung der Baumaßnahme und die damit einhergehende Komplexität ist darin begründet, dass eine Fortsetzung des Haftbetriebs in der JVA ohne Sicherheitseinschränkungen gewährleistet sein muss. Dazu sind zusätzlich eine Reihe baulicher Interimslösungen zu realisieren. Im 1. Bauabschnitt wird die ARGE JVA Willich I bis Mitte 2023 das neue Hafthaus 1 auf dem einstigen Areal der JVA Willich II (Frauenvollzug) errichten. Zeitgleich werden auch der Mehrzweckbau, das Werkstattgebäude sowie Teile der Außenanlagen des Parkplatzes gebaut. Nach dem Umzug der männlichen Gefangenen der JVA Willich I in das neu errichtete Hafthaus 1 und dem Abriss des Altbaus wird auf diesem Geländeteil im 2. Bauabschnitt ab 2024 das neue Hafthaus 2 entstehen. Parallel dazu werden BAM und ZÜBLIN die Verbindungsgänge und Sportplätze errichten sowie den Mehrzweckbau, das Werkstattgebäude, die Außenanlagen und den Parkplatz fertigstellen.

Großzügiges Raumangebot für Werkstätten und Betriebe

Die künftige JVA Willich I wird im Kern aus zwei jeweils viergeschossigen Hafthäusern mit kreuzförmigem Grundriss bestehen. Ein dreigeschossiges Mehrzweckgebäude wird die Verwaltung, die medizinische Abteilung sowie Schul-, Freizeit- und Kirchenräume aufnehmen. Das ebenfalls dreistöckige Werkstattgebäude beherbergt in Zukunft neben den Eigenbetrieben (u.a. Bäckerei, Schreinerei, Druckerei) und Ausbildungsbetrieben (für angehende Bäcker und Gebäudereiniger) auch Werkstätten, ein Sportbereich sowie Arbeitsräume für Unternehmerbetriebe. 

Die Ed. Züblin AG mit Sitz in Stuttgart beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist mit einer jährlichen Leistung von mehr als 4 Mrd. € eines der größten deutschen Bauunternehmen. Seit der Firmengründung im Jahr 1898 realisiert ZÜBLIN erfolgreich anspruchsvolle Bauprojekte im In- und Ausland und ist heute im STRABAG-Konzern die führende Marke für Hoch- und Ingenieurbau. Das Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst alle baurelevanten Aufgaben – vom Ingenieur-, Brücken- oder Tunnelbau über den komplexen Schlüsselfertigbau bis hin zur Baulogistik, dem Holzingenieurbau und dem Bereich Public Private Partnership. ZÜBLIN legt großen Wert auf partnerschaftliche Zusammenarbeit und bietet mit dem ZÜBLIN teamconcept ein seit mehr als 25 Jahren am Markt bewährtes Partnering­modell. Aktuelle Bauprojekte des zur weltweit agierenden STRABAG SE gehörenden Unternehmens sind beispielsweise das EDGE East Side Berlin, die Talbrücken Rinsdorf und Rälsbach auf der BAB 45 oder der Tunnel Boyneburg auf der BAB 44. Weitere Informationen unter www.zueblin.de

Die BAM Deutschland AG ist seit 2007 Teil der holländischen Royal BAM Group. Gemeinsam mit unseren Tochterunternehmen BAM Immobilien-Dienstleistungen, BAM Sports und BAM Swiss sind wir auf dem deutschen und Schweizer Markt tätig und gehören zu den führenden Unternehmen im deutschen Schlüsselfertigbau. In Kooperation mit unseren Schwestergesellschaften sind wir als BAM Deutschland AG auch an internationalen Projekten beteiligt. Der Hauptsitz der BAM Deutschland AG ist in Stuttgart. Wir sind mit insgesamt sechs weiteren Standorten in Deutschland und der Schweiz vertreten. Rund 900 Mitarbeiter setzen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden verschiedenste Projekte um und arbeiten stetig an innovativen und effizienten Lösungen für die Baubranche. Dabei gehören Planung, Bau und das Betreiben schlüsselfertiger Großprojekte, wie Kliniken, Stadien, Hotels, JVAs, Einkaufszentren und Verwaltungsgebäuden zu unseren Kompetenzen. Weitere Informationen unter https://www.bam-deutschland.de/de

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